Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so lässt er auch nicht davon, wenn er alt wird. (Sprüche 22, 6)

 

Kinder brauchen unsere Gebete. Aber sie müssen auch lernen selbst zu Gott zu kommen. Gerade weil sie die Welt anders sehen als wir Erwachsenen, können sie kraftvolle Gebete sprechen, die voller Vertrauen zu Gott sind. Zum Einstieg in das Beten eignen sich Gebete für Kinder zum Auswendiglernen gut. Wenn Kinder jedoch größer werden, wird es Zeit ihnen beizubringen, dass sie mit ihren eigenen Worten viel besser ausdrücken können, was sie Gott sagen möchten.

 

Kindergebete können große Dinge bewirken

Die riesige Schaufel eines Baggers bewegt Boden und Fels. Sie kann Gruben ausheben und auffüllen. Gelenkt wird der Bagger aber von einem, im Verhältnis zum Bagger, kleinen Menschen. Das Bewegen eines kleinen Hebels in der Fahrerkabine sorgt jedoch dafür, dass die Baggerschaufel eine schwere Arbeit ausführen kann. Genauso bewegen Kinder den großen Arm Gottes durch ihre Gebete.

Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, sodass er nicht hören könnte. (Jesaja 59, 1)

 

Die Berührung mit Jesus weckt den Wunsch zu beten

Gott hat unsere Kinder geistlich befähigt. Sie sind nicht zu klein oder zu schwach. Ihre Gebete sind gesalbt, weil sie voller Vertrauen zu Gott kommen. Ihre Motive sind rein. Das sollten wir Erwachsene fördern, indem wir ihnen Gebet als eine Form der Beziehung zu Gott nahebringen. „Du sollst, du musst, du darfst nicht“ sind dabei fehl am Platz. Kinder, die Jesus kennen und lieben, werden gerne beten. Sie brauchen dafür nur eine Berührung mit Gott in ihrem Herzen. Wenn sie aus einer Beziehung heraus zu Jesus beten, werden sie als Teenies und Erwachsene im Gebet noch stärker sein.

 

Kreativ sein: Der Gebetswürfel und die Gebets-Gummibärchen

Vor dem Beten wird festgelegt, bei welcher Zahl für welches Anliegen gebetet wird. Jeder würfelt einmal und betet dann für sein erwürfeltes Anliegen. Alternativ können, mit geschlossenen Augen, Gummibärchen gezogen werden. Jede Farbe bedeutet ein anderes Gebetsanliegen, z.B. Familie, Schule, Regierung, Pastor, andere Kinder, arme Menschen usw.

 

Mit Landkarten beten

Stadtpläne, Deutschlandkarten oder Weltkugeln eignen sich ebenfalls für das Beten mit Kindern. Das Kind kann sich ein Land, eine Stadt oder eine Straße aussuchen und für die Menschen dort beten.

 

Mit Gegenständen und Essen beten

Was wir sehen, behalten wir besser. Beten wir für arme Menschen, für Nahrung und Versorgung, kann das Kind eine Portion Reis in der Hand halten.

Für die Errettung eines Menschen eignet sich eine Perle in der Hand. Die Person soll erkennen, wie wertvoll sie in Gottes Augen ist.

Im Supermarkt wird Obst und Gemüse immer mit Angabe des Herkunftslandes verkauft. Ein Korb mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten hilft dem Kind für das jeweilige Land zu beten.

 

Das ABC-Gebetsspiel

Einer sagt in Gedanken das ABC auf. Nur der erste Buchstabe A wird laut gesagt. Ein anderer sagt „Stopp“. Der Buchstabe, bei dem das Kind angekommen ist, ist der Anfangsbuchstabe des Gebetsanliegens. Das ABC kann auch von A bis Z durchgebetet werden. Zu jedem Buchstaben soll ein Gebetsanliegen gefunden werden.

 

Bibelverse auswendig lernen

Das Auswendiglernen von Bibelversen ist eine starke Waffe im Gebet. Der Heilige Geist erinnert uns im richtigen Moment an die passende Stelle im Wort Gottes. Wir können uns dann im Gebet darauf beziehen. Nicht umsonst wird die Bibel mit einem Schwert verglichen.

 

Gebetsexperimente

Beten soll Spaß machen. Kinder sind neugierig und probieren gerne etwas Neues aus. Wie fühlt es sich an, wenn wir mit erhobenen Händen und in Autorität beten? Wie ist ein Gebet, das mit gesenktem Kopf, demütig und kniend, gesprochen wird? Wie ist es, beim Beten im Raum herumzulaufen oder uns für einige Minuten mit geschlossenen Augen Jesus vorzustellen, ohne selbst etwas zu sagen? Können wir ihn hören?

 

Kinder-Gebetsgruppen

Daniel und seine Freunde aus der Bibel waren zwischen 13 und 15 Jahren alt, als sie in Babylon lebten, wo Götzendienst an der Tagesordnung war. Sie beteten gemeinsam und wurden stark gegen alle Versuchungen um sie herum. Wenn wir Kinder-Gebetsgruppen fördern, wird Gott sich dazu stellen und sein Wort mit Zeichen und Wundern bestätigen.