Mehr als die Hälfte aller deutschen Ehen halten dem Alltag und den Erwartungen an den anderen nicht stand. Die Ursachen für eine Trennung sind vielfältig. Meist ist die Situation so eingefahren, dass keiner der Ehepartner bereit ist, klein beizugeben. Verletzungen haben sich aufgebaut und längst geht es nicht mehr nur um eine Sache. Obwohl die Ehe der Bund fürs Leben sein sollte, sorgen viele Heiratswillige schon vor der Eheschließung mit einem Ehevertrag für den Fall der Fälle vor. Es gibt aber eine Lösung. Durch die richtigen Gebete lässt sich Beziehungsproblemen wirksam vorbeugen und sogar extreme Fälle finden wieder zueinander.

Der Schöpfer der Ehe weiß, was zu tun ist.

Gott sei Dank, sind die wenigsten Paare bereit ihre Ehe einfach so aufzugeben. Viele suchen Hilfe und lassen sich auf eine Eheberatung oder eine Ehetherapie ein. Diese werden von kirchlichen Stellen, sozialen Verbänden, Psychologen und Paartherapeuten angeboten. Hier werden die Probleme in neutralem Umfeld auf den Tisch gebracht und offen miteinander besprochen. Eine Eheberatung oder eine Paartherapie ist sehr hilfreich. Dennoch sollten Betroffene nicht davon absehen, zuallererst den Schöpfer der Ehe um Rat zu fragen. Das gemeinsame Gebet eines Ehepaares hat einen hohen Stellenwert und bewirkt sehr viel. Jesus sagt in Matthäus 18,19 „Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist“. Das ist eine starke Aussage, die unbedingt genutzt werden sollte.

Und wenn der Partner nicht beten möchte?

Auch alleine zu beten macht Sinn. Beten bedeutet nicht nur zu reden, sondern auch zu hören. Wenn ich eine Situation vor Gott bringe, erhalte ich immer eine neue Sichtweise. Auf einmal kommen mir neue Gedanken und ich beginne den anderen und seine Handlungsweise besser zu verstehen. Manchmal erkenne ich, dass ich doch im Unrecht war oder überreagiert habe. Es ist auch möglich, dass mir auf einmal bewusst wird, warum ich auf eine bestimmte Art reagiere. Vielleicht gibt es Verletzungen aus der Vergangenheit, die durch diese Situation wieder hoch kommen. In anderen Fällen spricht Gott, während ich bete, durch meine Gedanken zu mir und ich bekomme Einsicht in das Innere meines Partners. Auch wenn ich ungerecht behandelt wurde, weiß ich, dass Gott für mich ist. Er hat die Ehe geschaffen und möchte, dass sie funktioniert. Je mehr ich bete, umso sensibler werde ich für Gottes Stimme und erfahre auf diese Weise von Gewohnheiten, Handlungen und Situationen, die es zu vermeiden gilt, um meine Ehe zu erhalten. Oder ich bekomme Ideen, wie ich meinem Ehepartner zeigen kann, dass ich ihn schätze und liebe.

Verzeihen ist eine der besten Paartherapien

Verzeihen bedeutet nicht, zu Ungerechtigkeiten zu schweigen oder diese zu akzeptieren. Es bedeutet vielmehr den anderen und sich selbst freizugeben. Unversöhnlichkeit führt dazu, dass sich beide Ehepartner immer weiter voneinander entfernen. Sie begeben sich ungewollt in eine Art inneres Gefängnis, fühlen sich unverstanden und geraten in einen Kreislauf von immer weiteren Anschuldigungen gegen den Partner und gegen sich selbst. Wer verzeihen kann, lebt länger und glücklicher. Wer verzeihen kann, dem wird ebenfalls verziehen werden. Verzeihen ist eine Willensentscheidung. Erst folgt der Entschluss, dann die Tat, dann die Gefühle. Am Ende fällt eine große Last von den Schultern. Die Kraft dafür kommt von Gott und findet sich im Gebet.